Diskussion:Royal Jordanian Economy Class
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Royal Jordanian in Economy .. Na ja
Es fängt alles schon einmal gut an, wir haben eine dreiviertel Stunde Verspätung, da der Flieger aus Frankfurt mit Verspätung ankommt.
Als das Flugzeug endlich da ist, geht alles ganz schnell, Passagiere aufgerufen und rein mit uns ins Flugzeug, das von aussen einen wirklich gepflegten Eindruck macht. An der Tür begrüssen uns lächelnde Stewardessen in dem mit Abstand witzigesten Outfit, dass ich je bei Stewardessen gesehen habe...Rote Kappe, roter Blazer, roter Minirock, dazu Stiefel.
Auf unserem Weg zu unseren Plätzen in der Economy Class laufen wir zunächst einmal durch die Business Class, die bei RJ „Crown Class“ heisst, durch. Breite rote Sitze sind zu sehen, ansonsten nix spektakuläres. Weiter hinten, eben auf den billigen Plätzen, merkt man, das Flugzeug hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Sitze sind komplett durchgesessen, die herunterklappbaren Tische klappen sich ab und an schon mal selbst herunter, da der „Drehknopf“ so ausgeleiert, der Aschenbecher in der Sitzlehne fehlt, dort klafft ein Loch, das man mit Alufolie ausgekleidet hat! Das Netz im Vordersitz, in dem man normalerweise Bordmagazin, Sicherheitskarte und Kotztüte findet, ist bei meiner Sitznachbarin durchgerissen und gänzlich ohne Inhalt, bei mir ist das Netz noch intakt und enthält eine abgewetzte Sicherheitskarte. Bordmagazin? Fehlanzeige. Kotztüte? Gibt's auch nicht...Hm. Immerhin, so versichert meine Sitznachbarin, der Sitzabstand wäre minimal größer als bei Ryanair. Da ich mit denen noch nie unterwegs, kann ich das nicht beurteilen, ich kann nur sagen, der Sitzabstand ist zumindest geringer als bei Lufthansa. Auf jedem Sitz befindet sich ein Kissen, dessen Umhüllung irgendwie etwas windelartiges an sich hat, da hilft auch die Krone darauf nix, das Kissen sieht widerlich aus, zumal es ein wenig angeschmuddelt ist. Auch die Papierlätzchen oben an den Sitzen sehen etwas dreckig aus, haben aber auch eine schicke Krone drauf...
Also gut, wir haben ja Humor und sind guter Dinge, zudem ging mir durch den Kopf „das Flugzeug muss schon sooo oft geflogen sein, das packt es heute auch noch einmal“.Und tatsächlich, nachdem uns auf winzigen Monitoren, die aus der Decke heruntergefahren wurden, der Sicherheitsfilm in Arabisch und Englisch gezeigt wurde, geht es los. Wir starten.
Schon bald darauf gibt es was zu Essen, man hat die Wahl zwischen Hühnchen, Rind und Fisch. Ich wählte das Hühnchen und es war wirklich richtig lecker. Neben dem Hühnchen (mit Kroketten und Gemüse) gab es noch einen Obstsalat und Brötchen. Alles recht frisch und tatsächlich lecker, was ja im Flugzeug keine Selbstverständlichkeit ist. Witzig ist, dass auch beim Essen überall Kronen drauf sind, egal ob auf dem Besteck (aus Metall, aber die Messer verbiegen schon beim Fleisch schneiden), der Alufolie überm warmen Essen oder dem Salatbecher-Deckel. Kronen, wohin das Auge schaut. Erstaunlich, dass sie in das Hühnchen keine Krone geschnitzt haben.
Das Essen ist leider die einzige Unterhaltung auf dem 4 Stunden dauernden Flug nach Amman. Es werden zwar Kopfhörer verteilt, aber mangels Bordmagazin weiss man nicht, auf welchem Kanal was kommt. Und was noch viel schlimmer ist: die Kopfhörer funktionieren nicht, trotz der schicken Krone, die sich darauf befindet...Die Monitore sind, nachdem der Sicherheitsfilm gezeigt wurde, auch spurlos in der Kabinenverkleidung verschwunden und kamen dort nur noch ab und an für einen kleinen Moment heraus, was das sollte, blieb uns ein Rätsel.
Nach dem Essen ging das Licht aus, offenbar war Zwangsschlafen angesagt. Es wurde merklich ruhig im Flieger, ich glaube, wir waren die einzigen, die sich unterhielten. Erst als kurz vor Amman das Licht wieder angeht, kommt wieder Leben in die Bude, äh, den Flieger.
Nach 4 Stunden landen wir sicher in Amman, später erfahre ich (da ich mir ja immer die Registration des Flugzeuges merke, um später im Internet nachzuschauen), dass unser Flugzeug lediglich 12 Jahre alt war, aber schon ein paar Vorbesitzer hat, u.a. Air Malta und Oman Air.