Diskussion:Lufthansa Economy Class

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Frankfurt-Caracas-Frankfurt

Ende September hatte ich Gelegenheit, das zweite Mal dieses Jahr die LH auf der Strecke nach der bolivarischen, revolutionären Republik Venezuela zu testen (sie nennen sich nun wirklich so, kein Scherz....). Da ich dann immer auch nach Kolumbien weiterreise, hat sich diese Strecke bei mir mittlerweile als das ideale Routing herausgestellt, da ich a) mit einer vernünftigen Airline die Langstrecke fliege, b) meinem Miles & More Konto ´was Gutes tue und c) nicht morgens um 6 Uhr in FRA sein muß, um dann, je nach gewählter Airline, in Paris, Madrid oder London umsteigen zu müssen, um von dort aus nach Bogota zu gelangen.

Buchung

Die Buchung habe ich über das Internet, genauer gesagt, über die LH-Homepage, durchgeführt. Meines Erachtens ist die Menüführung und Verständlichkeit auch für Nicht-PC-Freaks wie mich durchaus schnell durchschaubar, innerhalb weniger Schritte ist man durch, es besteht auch die Möglichkeit, die Art des Sitzplatzes auszuwählen, also Fenster oder Gang; leider besteht aber noch nicht die Möglichkeit, direkt die Sitznummer auszuwählen, dies wäre noch ein Verbesserungsvorschlag, zumal es bei den Langstrecken nach meiner Erfahrung höchst selten zu einer unvorhergesehenen Änderung des Fluggerätes kommt. Da ich dann auch mit der LH-Visa-Card bezahle, gibt´s noch mal nett Meilen dazu, genauer gesagt pro € = 1 Meile.

Anreise

Ich fuhr mit dem Zug zum Fernbahnhof am Flughafen, traf mich dort mit einem mitreisenden Geschäftspartner, und gemeinsam erledigten wir den Check-in am LH-Schalter direkt in Bahnhofsnähe (im "Tunnel", der den Fernbahnhof mit der Halle B des Terminals 1 verbindet). Irgendwie hat sich das noch immer nicht so herumgesprochen, das die LH dort einige Schalter hat, an denen man, außer für Flüge in die USA, bereits die Abfertiung erledigen kann. Jedenfalls war dort, wie immer, fast niemand, wir waren unseren Krempel nach 2 Minuten los, und hatten die Bordkarten in der Hand. Vorbei ging´s an der Halle A des Terminals, wo die Schlangen vor den LH-Schaltern endlos waren, und gut gelaunt zockelten wir gen Käfer´s, um ein wenig zu frühstücken, und uns auf die bevorstehende Reise einzustimmen.

Das Gate war ausnahmsweise im Bereich B, was mir recht war, denn die Auswahl der Geschäfte ist dort größer, und die Atmosphäre irgendwie angenehmer als im "Schlauch" von A. Das Boarding begann ca. 40 Minuten vor Abflug, und verlief recht schnell, wobei mir auffällt, das wir ach so disziplinierten Deutschen den Aufruf nach Zonen nicht so ernst nehmen, und insofern es leider immer wieder zu unnötigen Verzögerungen beim Boarding kommt, vor allem, wenn man in die Kabine kommt, und die Leute, die sich eben nicht darum scheren, den Gang blockieren, um ihre 37 Bordtaschen überall verteilt zu verstauen....aber dafür kann die Airline nichts. Was mir immer wieder gefällt bei der LH, ist die Sauberkeit und helle Freundlichkeit der Kabine, und auch die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit des Personals. Hier muß ich nach den doch recht zahlreichen Erfahrungen der letzten Jahre denjenigen widersprechen, die immer wieder behaupten, die Flugbegleiter der LH seien pampig. Das kann ich in keinster Weise bestätigen! Mag sein, daß ihnen der Charme der ständig vor sich hinlächelnden Asiatinnen abgeht, aber, bitte schön, wir sind eben ein anderer Kulturkreis. Im Übrigen, wie man in den Wald ruft, so schallt´s zurück......

Der Flug

Der Abflug erfolgte FRA-pünktlich, mit anderen Worten, mit den üblichen 20-30 Minuten Verspätung, die aber wohl schon bei der Kalkulation der Flugzeit eingerechnet werden, sodaß man dann, es sei vorweggenommen, pünktlich am Zielort ankommt, und dies ist ja wohl das Wichtigste.

Positiv anzumerken ist, daß man nach dem Start sehr ausführliche Hinweise über die Streckenführung erhält. Diese immer auch mehrsprachig, und eben nicht nur im üblichen Englisch und der Muttersprache, wie bei den meisten anderen Airlines. In unserem Falle erfolgten die Ansagen 4-sprachig.

Der auf dieser Strecke eingesetzte Airbus A340 hat eine 3-4-3 Bestuhlung, die Sitze sind durchaus bequem, in der Breite gerade so ausreichend, aber auch hier wieder das übliche Elend wie bei nahezu allen Airlines: der Abstand ist eine Zumutung, ein paar wenige cm mehr würden große Erleichterung bringen. An Arbeiten während des Fluges ist schon mal gleich gar nicht zu denken, das Notebook blieb in der Tasche, ich bastelte mir lieber den Kopfhörer zurecht (warum muß man eigentlich selber den Stoff über die Hörer stülpen, ist ein ziemliches Gefummel....), glotzte im Bordmagazin, was denn diesmal so angesagt ist im Hinblick auf Filme, etc., und entschied mich dann doch wieder für meinen geliebten Kanal 11 mit lateinamerikanischer Musik; hier hat´s mir insbesondere der brasilianische Teil angetan, die Zusammenstellung der Musica Popular Brasileira ist einfach genial, besser als bei der Varig, wäre es nicht so eng, man würde sich gerne eine der mitreisenden Südamerikanerinnen schnappen und lostanzen. Einfach klasse zur Einstimmung. Aber auch die anderen Kanäle sind toll abgemischt, es ist eine wahre Freude. Was es auf dem Hinweg zu sehen gab, weiß ich nicht mehr, ich hörte nur Musik und schwallte mit meiner russischen Sitznachbarin, auf dem Rückflug gab es eine der üblichen dümmlichen Amikomödien zu sehen (Endlich 30 oder so....) und dann noch "2 Brüder", das Ding mit den Tigern (richtig gut).

Kurz nach dem Start wir ein heißes Tuch gereicht, sehr wohltuend und erfrischend. Danach gibt es den ersten Getränkedurchgang, man kann sich gleich ein Gläschen Wein gönnen und ein bißchen Salzgebäck dazu knabbern. Ca. 20-30 Minuten nach Erreichen der Reiseflughöhe wird dann das warme Essen serviert, es besteht die Auswahl zwischen 2 Hauptgerichten, die meist sogar saisonal zusammengestellt werden, zumindest eines davon. Ich wählte dann auch das Hirsch/Pilz-Ragout, sehr schmackhaft, dazu gab´s einen Salat, der wohl sogar noch Vitamine hatte, frische, warme Brötchen (man konnte davon auch mehr bekommen), und einen wirklich guten Obstsalat. Die Getränkeauswahl ist als reichhaltig zu bezeichnen, der Rotwein passte gut zum Essen, und was mir gefällt, ist, daß die Flugbegleiter von sich aus fragen, ob man ein Glas Wasser dazu möge. Toll! Nach dem Essen wird Kaffee und Tee dargeboten, und nachdem das Tablett abgeräumt wurde, wird einem auch ein Baileys angeboten, oder auf Wunsch eben auch ´n Gläschen Whiskey. Während des ganzen Fluges kann man sich außerdem selbst in der Küche bedienen, es stehen immer genügend Becher mit Wasser und Saft bereit, auch frischen Kaffee gibt es unbegrenzt, und wer einen auf die Lampe gießen mag, bekommt auch noch Bier und Wein. Davon abgesehen, gibt es auch noch einen offiziellen Getränkedurchgang, und dann, ca. 1,5 h vor der Landung noch einen Snack, bzw. auf dem Nachtflug zurück ein warmes Frühstück.

Ich kann nur nochmal wiederholen, das auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Flugbegleiter sehr groß waren, dies ist nun keine einmalige Erfahrung, sondern der Eindruck hat sich im Laufe der vergangenen 4-5 Jahre so manifestiert, aber offenbar leidet man noch ein wenig am Ruf der frühen 90er, als man in der Tat den Eindruck hatte, dankbar sein zu müssen, daß die begnadeten Damen und Herren Flugbegleiter einen überhaupt wahrnehmen.

Die Toiletten waren sehr sauber, es gab immer ausreichend Seife, Tücher, etc. Die Flugbegleiter waren sich auch nichtzu schade, hier bei Bedarf mal nachzuschauen und mit ein paar Handgriffen wieder Ordnung zu schaffen.

Inseat-Video gibt es noch nicht, ist aber im Zuge der nächsten Umrüstung wohl geplant. Mir ist´s ohnehin egal.

Das Sicherheitsempfinden ist im Übrigen sehr wohltuend, man merkt es einfach, daß dieses Thema bei der LH Priorität hat. Alle Flugzeuge machen einen pefekt gewarteten Eindruck.

So, dies war die Beschreibung des Fluges ins Chavez-Land.

Der Rückflug verlief im Prinzip identisch, außer daß ich einen Platz am Notausgang hatte, die Beinfreiheit ist dann natürlich gigantisch. Hier hilft dann eben Vitamin B, wenn man am Check-in jemanden kennt......

Fazit: ein sehr gutes Produkt, deutlich über dem Durchschnitt, einziger ernsthafter Wermutstropfen ist eben die (mangelnde) Beinfreiheit. Vielleicht wird man nie ganz das Niveau einiger asiatischer Airlines erreichen, aber ich denke, dies ist für eine europäische Airline, gerade auch hinsichtlich des Kostendrucks, einfach nicht realisierbar. LH macht auf mich einen insgesamt sehr stimmigen Eindruck, zumindest auf der Langstrecke, und wenn ich die Möglichkeit habe, ziehe ich sie mittlerweile doch anderen Fluggesellschaften vor.

A 340 3-4-3?

Ein Airbus A340 hat leider nur 2-4-2 Sitze pro Reihe. Sie meinen sicher die 747 von Boeing diese verfügt über 3-4-3 Sitze pro Reihe.

eco und langstrecke

es ist schon sehr verwunderlich dass die lufthansa immer so gelobt wird! das kann doch nicht wahr sein!!!!!!! bei langstreckenflügen gibt es ja noch nicht einmal einen monitor am sitz, wohingegen schon alle anderen linienflüge bei langstrecken fast den gleichen service und komfort bieten wie lufthansa business....echt schäbig sowas!...siehe emirates, siehe SAS....und viele mehr!

Ich fliege LH...

weil Technisch die besten und sichersten sind. Bequem ? Nicht. Individuelles Video ? LAN Chile hat das in seine A340 schon in 2004... LH? Net im Leben. LH ist wie die deutschen: ARROGANT, UNSYMPATISCH... ABER: EFFIZIENT. Und ist gut so.

Lufthansa Economy auf Langstrecke

Auf Langstrecke kein individuelles On-Demand Entertainment System, dass gibt es, jedenfalls im Kreise der großen Airlines, nur noch bei Lufthansa. Vielleicht noch bei Air Canada, aber da wundert es sowieso nicht weiter, wenn man sich das hohe Durchschnittsalter (50+) der Flugbegleiter anschaut.

Ich kann nur dazu raten, wenn möglich auf Langstrecke SQ zu fliegen oder wenn es LH sein muss, Business zu buchen. Denn die Klassenunterschiede was Business und Economy bei LH angeht, sind schon sehr auffällig. Typisch und unbestreitbar DEUTSCH.


Siehe auch

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Quellen



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