Diskussion:Continental Airlines Economy Class

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Bewertung Continental Airlines: Wenig Sitzabstand

Zum Flughafen Frankfurt

Spannend war für meine Familie und mich (insgesamt flogen wir mit vier Personen in die Staaten) dieser Flug schon. Es war schon viele, viele Jahre her, dass ich zum letzten Mal geflogen war. Die Erinnerungen daran waren verblasst. Also hatte ich von Tuten und Blasen des Fluggeschäftes im Grunde keine Ahnung. Alles, wirklich alles war neu für mich. Gut, den Frankfurter Flughafen kannte ich von einer kurzen Besichtigung ein wenig, aber ansonsten... Ja, von welchem Terminal geht der Flug denn ab? Na, ja - zum Glück gab es Taxifahrer, die bereit waren Auskunft zu geben. Der Schalter von Continental war dann auch gleich gefunden. Die Formalitäten konnten erledigt werden - nein nicht gleich fehlerfrei, aber wir waren ja schon 2 Stunden vor Abflug dort. Die Zeit reichte.

Das Warten

Nachdem all das Formale erledigt und auch das Gepäck abgegeben war, hieß es dann erst mal warten - etwas länger, denn der Abflug verzögerte sich um etwa eine halbe Stunde, da die Maschine bereits mit Verspätung aus Newark angekommen war. Für ein Greenhorn wie mich ist das nicht weiter schlimm, denn im Flughafen gibt es ja jede Menge zu sehen. Und irgendwann war die Warterei auch zu Ende. Etwa die letzte halbe Stunde saßen wir dann im Abflugbereich von Continental. Über Monitore erfolgte die erste Einstimmung auf die Staaten. Es flimmerte CNN über diese Bildschirme. Und irgendwann war auch diese Warterei zu Ende. Es ging ins Flugzeug.

Der Service

Für mich war es einfach ein großes Flugzeug. Es war keine Boeing 747, wohl ein bisschen kleiner, aber von Boeing. Ich vermute, es war eine B 777. Viel Beinfreiheit gab es nicht, dafür aber an jedem Sitz einen Monitor. Kopfhörer lagen bereit für später - als das Musik- und Filmprogramm begann. Wenn ich mich recht erinnere, konnte man zwischen über 6 Filmen (deutsch und englisch) auswählen, zwischen mindestens 10 Musikprogrammen und verschiedenen einfachen Computerspielen wie z.B. Tetris. In die Handbedienung für all diese Auswahl war auch noch ein Telefon integriert. Wer bereit war für den hohen Preis seine Kreditkarte durch den entsprechenden Schlitz zu ziehen, konnte auch über den Wolken telefonieren. Bei so viel Technik hat man kaum noch Zeit aus dem Fensterchen zu schauen, falls man an einem sitzen sollte. Damit ich es nicht vergesse: An jedem Platz fand sich ein kleines Kissen und eine Decke gegen eventuelles Frieren. Ich spürte auch ohne Decke nichts davon. Auch Ohrstöpsel waren vorhanden - fürs geräuscharme Schlafen.

Die Sicherheit

Ich hatte den Eindruck, Continental legt viel Wert auf Sicherheit. In einer eigenen Continental Zeitschrift am Sitzplatz waren alle sicherheitsrelevanten Informationen zu lesen, die vor dem Start auch noch auf englisch und deutsch über die Monitore zu vernehmen waren. Desweiteren wurde bei hin und wieder auftretenden Luftlöchern sofort das Gurtanlegen empfohlen oder sogar ‚angeordnet’.

Und noch mehr Service

Zusätzlich zu all dem wurden unterschiedliche deutsche und amerikanische Zeitungen angeboten. Alles im Flugpreis inklusive. Und das Verwöhnen ging weiter. Laufend gab es Getränke, es gab zwei Mahlzeiten auf dem gesamten Flug. Bei dem Hauptessen war es möglich zwischen zwei Fleischgerichten und einem vegetarischen zu wählen. Über die Freundlichkeit der Flugbegleiter, die deutsch und englisch sprachen, war ich erstaunt. Sie waren ständig am Laufen und Arbeiten - doch kein unfreundlicher Ton. Dauernd wurde man auch über einen Extra-Monitor informiert, wo man sich gerade auf dem Globus befand, in welcher Höhe und mit welcher Geschwindigkeit geflogen wurde. Auch sah man oft die aktuellen Ortszeiten von Frankfurt und Newark eingeblendet. Insgesamt war es recht angenehm. Der Rückflug von Newark nach Frankfurt einige Wochen später war vergleichbar, nur flogen wir dann gegen die Sonne in die Nacht hinein. Dadurch war es insgesamt nur etwa zwei Stunden dunkel. Aber ich bin ja jetzt schon beim Rückflug, ohne erwähnt zu haben, wie das Ankommen in Newark war, das etwa eine halbe bis ganze Autostunde von Manhattan entfernt liegt (je nach Verkehr).

Nach der Landung

Nach der Landung dort hieß es erst mal wieder warten, denn Einreiseformalitäten mussten wieder sein, bevor wir auf dem ovalen Gepäcklaufband unsere Koffer abholen konnten. Der erste Flug lag hinter uns: Der erste Start in Frankfurt, der mich durch die starken Beschleunigungskräfte des Flugzeuges ganz schön in den Sitz gedrückt hatte. Die erste Landung in Newark, die auch wieder ihren besonderen Reiz hatte. Ich wusste ja: Runter kommt man immer.

Der Weiterflug

Nachdem wir wenige Tage in New York verbracht hatten, flogen wir von Newark mit Continental weiter nach San Fransisco. Der zweite Flieger war kleiner. Da es nicht ausgebucht war, war die Beinfreiheit größer - sehr angenehm. Der Service war geringer - es gab auch nur einen Film. Wer ihn sich anschauen wollte, musste nun für den dafür notwendigen Kopfhörer einige Dollar zahlen. Nicht jeder Platz hatte einen eigenen Monitor. Es gab nicht genügend vegetarische Gerichte an Bord. Auch mit unserem Gepäck gab es Probleme. Es kam nämlich nicht in San Fransisco an - jedenfalls nicht mit unserem Flugzeug. Wir warteten wieder am ovalen "Hier-holt-man-seinen-Koffer"-Band, aber unsere Koffer kamen einfach nicht. War das ein Schrecken, der sich erst auflöste, als ich am Continental-Schalter nachfragte. Die Koffer standen woanders, weil sie mit einem anderen früheren Flug angekommen waren. Und wir waren erleichtert, sie wieder zu haben. Jetzt konnte uns ein Taxi zu unserem Hotel bringen.

Der Rückflug

Einige Wochen vergingen, bis es wieder hieß: Zurück nach Hause. Diesmal flogen wir von Phoenix (Arizona) ab. Zuerst ging es wieder nach Newark. Dieser Flug entsprach vom Service dem Hinflug von Newark nach San Fransisco. In Newark hatten wir dann einige Stunden Aufenthalt, bis der Start in Richtung Deutschland erfolgte. Dieser war vergleichbar vom Service wie der Hinflug Frankfurt - Newark. Nur das Sitzen störte mich diesmal. Es wurde von Stunde zu Stunde unangenehmer. Viel Beinfreiheit hat man nicht. Auch der Gedanke an die Zeitumstellung trug einiges zum Unwohlsein bei. In Phoenix waren wir sehr früh am Morgen gestartet und kamen dann nach über 18 Stunden in Frankfurt an. Dort war es etwa 10 Uhr früh und vom Datum her einen Tag später. Nach 18 Stunden auf den Beinen bzw. in den Sitzen lag noch ein über 10 stündiger Tag vor uns. Na ja - letzendlich meisterten wir dies auch.