Diskussion:Condor Economy Class
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Im guten Mittelfeld
Komfort und Unterhaltung
Theoretisch liegen Zeitungen und Zeitschriften beim Eingang für die Passagiere bereit, nur waren die (nach meiner Schätzung) schon nach der Hälfte der Fluggäste alle weg. Ich fands nicht so schlimm weil ich mir sowieso meistens selbst etwas zu lesen mitbringe (und wahrscheinlich haben sich die anderen auch recht großzügig daran bedient), aber wie ich bei Hapagfly gesehen habe, ist es wohl auch möglich, genug Zeitungen für alle Gäste da zu haben. Theoretisch also gibt es u.a. Lesestoff als Unterhaltung für den Flug. Darüber hinaus aber gibt es auch ein Video- und Audioprogramm. Kopfhörer dazu müssen (wie bei den meisten Ferienfliegern) gekauft werden und werden am Anfang des Fluges angeboten. Das Audioprogramm beinhaltete mehrere Kanäle, sortiert nach Musikrichtung (ein Kinderkanal war auch dabei), und das Videoprogramm bestand aus einem Hauptfilm, zwischendurch der Airshow, Musikclips und ich glaube auch noch einer Folge einer Comedy-Serie (kann mich nicht ganz genau erinnern, weil ich dem Videoprogramm außer der Airshow nicht besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt habe). Das beste neben der Airshow aber ist die Live-Übertragung einer Kamera, die unter dem Cockpitfenster installiert ist. Durch diese kann man live Start und Landung aus Pilotensicht sehen - ein sehr unterhaltsames und interessantes Feature, wie ich finde.
Die Bestuhlung ist chartergemäß relativ eng, allerdings sind die Rückenlehnen sehr dünn gearbeitet wodurch ein angenehmer Sitzabstand entsteht (ich saß zwar auf beiden Flügen am Notausgang, hab mich aber auch mal "probeweise" auf einen "normalen" Platz gesetzt, und meine Knie stießen nicht am Vordersitz an und man konnte die Beine auch unter dem Sitz ausstrecken (ich bin 1,76m)). Dennoch aber ist der Sitz angenehm gepolstert und es lässt sich auch die vier bis fünf Stunden auf die Kanaren aushalten. Die Sitze haben zudem an der Kopfstütze eine Art "Ohren", die sehr angenehm sind, wenn man schlafen will, da so der Kopf immer in einer ganz angenehmen Haltung bleibt. Das ist zwar nicht so luxuriös wie die seiten- und höhenverstellbaren "Ohren" bei anderen Airlines, aber gerade für eine Ferienairline, wie ich finde, ein guter Standard. Ich hatte auf dem Hinflug zudem noch den Sitz neben mir frei, was das ganze natürlich noch etwas komfortabler machte. Auf dem Rückflug war die Maschine nahezu komplett voll und auch meine Sitzreihe voll besetzt, aber dennoch war es wesentlich besser auszuhalten als auf meinem anderen Ferienflug mit Hapagfly.
Service und Personal
Das Personal war auf beiden Flügen relativ gleich was die Servicequalität, sowie die Freundlichkeit anging: Im guten Mittelfeld. Die Flugbegleiter waren jederzeit ansprechbar was z.B. Wünsche nach Decken oder Kissen anging. Beim Essen hielt die Crew Augenkontakt und es war auch kein Problem, zum Essen zwei Getränke zu bekommen. Mich hat auf dem Hinflug ein bisschen irritiert, dass alle Ansagen ausschließlich auf Deutsch gemacht wurden (vielleicht weil nur deutsche Urlauber an Bord waren, aber ich dachte bis dato es wäre Vorschrift, alle Ansagen in der jeweiligen Landessprache des Abfluglandes sowie in Englisch zu machen), aber da ja alle Deutsch sprachen, war das auch kein großes Problem.
Turbulenzen
Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war die Verzögerung jeglichen Essens- oder Getränkeservices auf dem Rückflug wegen angeblicher Turbulenzen. Es wurde schon (so der Pilot) eine niedrigere Reiseflughöhe gewählt um den schlimmsten Turbulenzen auszuweichen, aber man würde dennoch ein paar erwarten. Im Endeffekt saßen alle inkl. der Flugbegleiter angeschnallt über eine Stunde nach Start in Ihren Sitzen, ohne dass es wirklich gewackelt hat (nur ein kleines bisschen, aber da gab es kurze Turbulenzen auf dem Hinflug, die stärker waren, und der Service lief normal weiter und auch das Essen war wirklich problemlos möglich). Auch die Flugbegleiter (die mir gegenüber saßen) schienen nicht wirklich durch diesen Grund "überzeugt" zu sein, den Service gar nicht anzufangen. Im Endeffekt gab es dann aber doch den ganz normalen Service, und nur das Anschnallzeichen wurde sehr lange angelassen (obwohl es weiterhin nicht wackelte). Bei aller Respekt vor der Besorgtheit der Piloten um die Passagiere, hier war diese Vorsicht in meinen Augen etwas übertrieben. Ich habe schon wesentlich schlimmere Turbulenzen erlebt, bei denen das Essen kaum möglich war und trotzdem weiter serviert wurde.
Essen
Auf beiden Flügen wurde später nach dem Essen vor der Landung dann noch einmal ein Getränkerundgang gemacht, und dazwischen mit dem Bordshop, sowie einer Auswahl an eigentlichen Duty-Free-Artikeln durchgegangen (denn Duty-Free ist ja auf dieser Strecke im klassischen Sinne auch nicht mehr drin).
Zum Catering selbst: Zu essen gab es auf dem Hinflug ein warmes Frühstück und auf dem Rückflug ein warmes Abendessen (das Catering war übrigens von Lufthansa). Das Frühstück bestand aus irgendwelchen warmen Sachen (kann mich leider nicht mehr genau daran erinnern), u.a. mit einer Art Möhrenpaste. In jedem Fall aber konnte man das ganze theoretisch auch ohne Zähne essen, aber es war OK. Als Beilagen gab es ein leckeres Körnerbrötchen, verschiedene Brotbeläge sowie einen Fruchtjoghurt. Beim Abendessen konnte man zudem zwischen zwei Hauptgängen wählen (in diesem Fall Hähnchen mit Paprikasauce und Nudeln oder Tortellini, die ich nahm und die auch sehr lecker waren). Dazu gab es einen kleinen gemischten Salat sowie Kuchen und Brot mit verschiedenen Belägen. Alles in allem war das Essen für einen Ferienflug wirklich gut (und zumal noch für den Preis!), besonders das Abendessen, auch wenn man nach der augenscheinlich kleinen Portion auffallend satt war (Sättigungsmittel?!). Als Getränke standen Softdrinks sowie die üblichen Fruchtsäfte und Heißgetränke zur Verfügung; alkoholische Drinks jeglicher Art mussten extra bezahlt werden.